• I. Gründungszeit, 1. Weltkrieg und Nachkriegszeit bis 1933

  • 1911

    Am 1. September gründen 6 junge Männer in Stuttgart einen Freundschaftsbund, den sie in der Form und nach den Regeln einer Studentenverbindung führen wollen. Der Bund erhält den Namen “Freie Verbindung Alissia Stuttgart“. Als Farben werden Grün-Gold-Rot und als Wahlspruch “Fides amico“ gewählt.

  • 1912

    Im September wird der Bund in “Einjährigen Verbindung Alissia Stuttgart“ umbenannt. 1913 Zum WS 1913/14 nehmen 5 von den inzwischen auf 12 Bundesbrüder angewachsenen Bundes das Studium an der damaligen Königl. Württ. Baugewerkschule in der maschinen technischen Abteilung auf. Da dort zu dieser Zeit keine Studentenverbindungen zugelassen sind, ist es notwendig, den Namen abermals zu ändern. Am 28. Oktober wird der Bund daher in “Einjährigen-Vereinigung Alissia Stuttgart“ umbenannt. Ferner wird beschlossen, nur noch Studierende in den Bund aufzunehmen.

  • 1913

    Zum WS 1913/14 nehmen 5 von den inzwischen auf 12 Bundesbrüder angewachsenen Bundes das Studium an der damaligen Königl. Württ. Baugewerkschule in der maschinentechnischen Abteilung auf. Da dort zu dieser Zeit keine Studentenverbin dungen zugelassen sind, ist es notwendig, den Namen abermals zu ändern. Am 28. Oktober wird der Bund daher in “Einjährigen-Vereinigung Alissia Stuttgart“ umbenannt. Ferner wird beschlossen, nur noch Studierende in den Bund aufzunehmen.

  • 1914

    Am 22. Juli beschließt der Semesterabschlussconvent den Bund in “Technische Vereinigung Arminia“ umzubenennen. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges muss sich der Bund vertagen, da von den 21 Bundesbrüdern 20 im Felde stehen. Mit Beginn des WS 1914/15 wird die maschinentechnische Abteilung der Baugewerkschule als selbstständige “Königl. Württ. Höhere Maschinenbauschule“ nach Esslingen verlegt.

  • 1918

    Nach Kriegsende tagt am 12. Dezember ein ausserordentlicher BC, mit dem Ziel, das Verbindungsleben wieder aufzunehmen. An diesem Convent nehmen 8 Bundesbrüder teil. Fünf von ihnen nehmen das Studium auf und bilden die Aktivitas.

  • 1919

    Im Februar findet eine Semesterantrittskneipe im Nordost-Café Esslingen unter Leitung folgender Chargierten statt: Vötsch x, Baumann xx, Rehm xxx. Diese Kneipe bringt der Arminia die stattliche Zahl von 21 Füxen ein. Die Arminia steht – wie alle Studentenverbindungen – in der bewaffneten Einwohnerwehr zur Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Die Arminia geht mit der Verbindung Motor ein Kartellverhältnis ein, welches nach kurzer Zeit zum “Chargiertenconvent Esslingen“ (CCE) erweitert wurde. Ihm gehören zunächst die Verbindungen Motor, Staufia, Suevia und Arminia an. Später kommen noch die Kephallenia und Hohenneuffen hinzu.

  • 1923

    Am 15. Mai gründen Aktive und die Altherrenschaftem den “Hohenneuffener VertreterConvent“ (HNC), dem die Verbindungen der “Staatl. Württembergischen Höheren Maschinenbauschule“ und der “Württembergischen Baugewerkschule“ angehören. Gegen Jahresende erfolgt die Gründung des “Altherrenverbandes der TV Arminia“.

  • 1928

    Der Altherrenverband erwirbt einen Bauplatz auf dem Esslinger Zollberg. Die Platzweihe findet anlässlich des 17. Stiftungsfestes am 28. Juli statt.

  • 1932

    Am 9. August wird in Koblenz der “Ehrenbreitsteiner Vertreter-Convent“ (EVC) als Nachfolger des HNC gegründet.

  • 1932

    Am 18. Juni ist der Baubeginn für das Arminenhaus auf dem Zollberg.

  • II. Die Zeit des Nationalsozialismus

  • 1933

    Zunächst noch unbehelligt von den neuen politischen Verhältnissen – die Arminen waren aber bereits tief gespalten in Anhänger und Gegner der neuen Bewegung – wird am 23. Juli das Arminenhaus eingeweiht. Es ist anfangs nur als Sommerhaus nutzbar.

  • 1935

    Im Sommersemester war das Verbindungsleben noch in der gewohnten Art und Weise möglich, wenn auch getrübt durch politische Auseinandersetzungen unter den Bundesbrüdern. Ab dem Wintersemester 1935/36 zuneh mender Einfluss der NS-Organisationen. Selbstauflösung des EVC unter dem Druck der politischen Verhältnisse.

  • 1936

    Die Aktivitas legt ihr Couleur nieder und geht über in die “Kameradschaft General Litzmann“, angegliedert an den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund.

  • 1938

    Der NS-Altherrenverband “General Litzmann“ wird ins Leben gerufen. Der Altherrenverband der TV Arminia kann weiter bestehen. Das Verbindungshaus wird nicht angetastet. Es steht lediglich der “Kameradschaft General Litzmann“ zur Verfügung.

  • 1939

    Die Staatliche Württembergische Höhere Maschinenbauschule wird umbenannt in “Staatliche Ingenieurschule Esslingen“.

  • III. Nachkriegszeit, Wiedergründung, Zeit des Wertewandels bis 1968

  • 1945

    Im 2. Weltkrieg sind 9 Bundesbrüder gefallen.

  • 1946

    Die Staatliche Ingenieurschule Esslingen nimmt den provisorischen Lehrbetrieb wieder auf.

  • 1948

    Die Bundesbrüder Roos, Stoll, Gugel und Knipper bereiten zusammen mit dem AH-Vorstand Bundesbruder Henßler die Wiedergründung vor. Bis zum Wiedergründungsconvent am 17. Dezember sind noch weitere 13 Aktive hinzugekommen , so dass der Neubeginn mit insgesamt 17 Aktiven gestartet werden kann.

  • 1951

    Die Esslinger Verbindungen und die Stuttgarter Verbindungen an der Staatsbauschule gründen am 11. Juni den “Rotenberger VertreterConvent“ (RVC).

  • 1953

    Unser Haus auf dem Zollberg wird wieder freigegeben und nach Instandsetzung mit einer Heizung versehen, sodass es ganzjährig genutzt werden kann.

  • 1957

    Die Arminen tragen ab dem SS 57 wieder Vollcouleur. Der AHV setzt dieser Entscheidung zunächst Widerstand entgegen. Mit dem ersten Landesvaterstechen nach dem 2. Weltkrieg am 29. Juni wird das Kopfcouleur feierlich geweiht.

  • 1958

    Am 14. Juni feierliche Einweihung der aus Terrasse, Pergola und Schenke bestehenden neuen Außenanlage des Hauses.

  • 1959

    Zur Sonnwendfeier tragen unsere Chargierten erstmals nach dem 2. Weltkrieg wieder Vollwichs.

  • IV. Zeiten der Stagnation, Fragen nach Veränderungen, Wiedererwachen

  • 1969

    Sowohl im Sommer- als auch im Wintersemester kann kein Fux rezipiert werden. Ein dramatischer Rückgang der Aktivitas deutet sich an.

  • 1971

    Aufgrund des Fachhochschulgesetzes vom 21. Dezember wandelt sich die “Staatliche Ingenieurschule“ in eine “Fachhochschule für Technik“.

  • 1975

    Mit dem weiteren Schrumpfen der Aktivitas bis unter die Grenze einer Funktionsfähigkeit verlagert sich das Bundesgeschehen immer mehr auf die Altherrenschaft. Geselligkeit und gemeinsames Erleben beginnen das traditionelle studentische Verbindungsleben zu ersetzen.

  • 2000

    Die TV Arminia muss sich vertagen, da keine funktionsfähige Aktivitas mehr vorhanden ist.

  • 2003

    Auf einem Sonder-AHC am 28. Juni wird beschlossen, eine letzte große Anstrengung zu unternehmen, um den Fortbestand des Bundes zu sichern, d.h. eine schlagkräftige Aktivitas aufzubauen. Am 1. Juli werden die ersten konkreten Maßnahmen zur Realisierung dieser Zielsetzung beschlossen und mit der Umsetzung begonnen. Gründung einer Arbeitsgruppe “Zukunftsteam Arminia“, ZTA. Gründung der “Aktivitas Vicaria“ (Vertretende Aktivitas).

  • 2004

    Am 26. Januar wird beschlossen, die erste Wohngemeinschaft für drei Studenten anzumieten. Weitere WG’s folgen Zug um Zug. Im Rahmen des 93. Stiftungsfestes am 25. September werden die ersten beiden Füxe rezipiert.

  • 2005

    Der Festkommers des 94. Stiftungsfestes, der im Alten Rathaus Esslingen gefeiert wird, kann erstmals wieder von einer ansehnlichen Aktivitas geschlagen werden. Zwischenzeitlich können Wohngemeinschaften mit zusammen 12 Studentenzimmern angeboten werden.

  • 2006

    Die TV Arminia feiert vom 13. – 15. Oktober ihr 95. Stiftungsfest. Der Festkommers mit Landesvaterstechen wird von einer Aktivitas mit 21 Füxen und Burschen, zusammen mit einer großen Zahl Alter Herren und Gästen gefeiert.

  • 2008

    Um unserer neuen Aktivitas ein festes Fundament für ihre Arbeit zu geben, wird das Regelwerk “CODEX ARMINIAE“ geschaffen und vom AHC gemeinsam mit den aktiven Burschen am 5. April in Kraft gesetzt.

  • 2011

    Die Aktivitas umfasst in unserem 100. Arminenjahr wieder 21 Mitglieder, davon 5 Absolventen.